Die abenteuerliche Wanderung des Hummel-Denkmals durch Pressburg (19 große Fotografien)

Verliebt in Ansichtskarten
2. April 2019
Mit der Idee, ein Denkmal des berühmten gebürtigen Pressburgers Ján Nepomuk Hummel in der Stadt aufzustellen, kam im Jahre 1878 die Freimaurerloge „Zur Verschwiegenheit“, u. zw. anlässlich des  100.  Jahrestages der Geburt des Komponisten. Auch Hummel selbst war Mitglied der Freimaurerloge namens Amalia in Weimar. Die mit der Enthüllung des Denkmals verbundenen Arbeiten hat der Pressburger  Archivar und Mitglied der Loge „Zur Verschwiegenheit“ Ján Batka geleitet. Die Büste hat der gebürtige Pressburger Viktor Tilgner angefertigt.

Einen Teil der Kosten hat die Loge aus eigenen Quellen gedeckt und bei dieser Gelegenheit auch eine Stiftung errichtet. Zu Gunsten der Stiftung hat im Jahre 1883 eine wohltätige Kunstausstellung stattgefunden, aber auch namhafte europäische Künstler haben finanziell ihren Beitrag geleistet. Im Rahmen eines Konzerts in Pressburg haben diese Idee auch Anton Rubinstein, Hans von Bülow, Gejza Zichy, oder der weltberühmte Franz Liszt unterstützt. Das Denkmal wurde im Herbst 1887 enthüllt, aber es verweilte nicht lange an der ursprünglichen Stelle auf dem Kossuthplatz. Im Frühling 1911 musste das Denkmal seinen Platz dem Petőfi-Denkmal überlassen und landete an der  sog. Kleinen Promenade, im Park vor der Notre Dame Kirche, neben der heutigen Redoute. Nach dem 2. Weltkrieg musste es wieder dem Denkmal für die Rote Armee Raum geben und wurde vor dem Nester-Palais und anschließend im Garten des Grassalkovich-Palais, wo sie mehrmals beschädigt wurde, aufgestellt.  Schließlich wurde das Denkmal Ende der 90. Jahre auseinander genommen und erst im Jahre 2005 vor dem Nester-Palais, dem Gebäude der jetzigen Deutschen Botschaft, aufgestellt.

00

02

Unsere Unterstützer

Top Artikel

Friderica Derra de Moroda: Von Pressburg nach Salzburg auf den Spuren der weltberühmten Tänzerin
Wer bin ich? Ich bin ein Pressburger, sagte Viliam Levius
Die Pressburger Kipferl auf dem Weihnachtsmarkt in Pressburg
„Mein Pressburg“ von Josef Wallner. Teil 2: Pressburger Bahn und Krönungsspektakel
Über Identitäten: Erinnerungen an meinen Freund Prof. Friedrich (Fritz) Gottas
Johann Matthias Sperger – virtuoser Kontrabassist und Komponist
Großes Fest der „Alten Pressburger“: Das Fotoalbum „Wir sind alte Pressburger“ wurde den Lesern vorgestellt
Die neue einzigartige Buchpublikation „Wir sind alte Pressburger“ wird offiziell vorgestellt
„Mein Pressburg“ von Josef Wallner. Teil 1: So nah und doch so fern
Das letzte Wasserparadies auf der Donau ist nach Süden gezogen. Erinnerungen an die Kormoraninsel
Engerau unter der Herrschaft des Dritten Reiches
Das Hakenkreuz über Theben
Die Juden von Bratislava: Erinnerungen eines (damaligen) Kindes. Teil 2: Was sind Juden?
Die Juden von Bratislava: Erinnerungen eines (damaligen) Kindes. Teil 1: Ein Staat mit schlechtem Gewissen
Erinnerungen eines Pressburgers: Zwischen Ungarn- und Deutschtum und der kommunistischen Tschechoslowakei der 1960er und 1970er Jahre
Peter Janoviček: Wir haben vor, etwas von dem alten Glanz und der Tradition in das deutsche Pressburg zurückzubringen
Geborener Pressburger Johannes Kühmayer – Neffe des Buben vom Entenbrunnen
Pozsonyi kifli – Bratislavské rožky – ab jetzt auch auf Deutsch!
Das Albrechthaus – ehemaliges und zukünftiges Zentrum der Künste
Die legendäre Pressburger Bahn ist 100 Jahre alt (27 große Fotografien)
Die erste Telefonzentrale in Pressburg
Bratislava ohne Zwiebel und Kohl
Adolf Frankl – der Maler der Gräuel des Krieges – liebte Bratislava.